Tagestipps

Montag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Regina Feindt

Simbabwe ist für die Bremerin Regina Feindt zu einem zweiten Zuhause geworden. Seit fünf Jahren lebt sie dort und koordiniert für die Welthungerhilfe landwirtschaftliche Projekte und Schulungen in modernen Anbaumethoden. Im Zuge der Corona-Pandemie musste sie das Land verlassen und hat aus Bremen ihre herausfordernde Arbeit gesteuert.

Montag 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Bereits im Juli könnte die neue israelische Regierung mit der Annexion besetzter Gebiete beginnen - mit Zustimmung der USA. Gestaltung: Tim Aßmann, Benjamin Hammer Von einer historischen Chance sprechen Spitzenpolitiker der neuen israelischen Regierung, von einem Bruch des Völkerrechts und einer Gefahr für die Stabilität der Region hingegen Kritiker. Schon ab Juli erlaubt der Koalitionsvertrag der Regierung in Jerusalem erste Schritte, um Israels Staatsgebiet in Richtung Osten auszudehnen. Die jüdischen Siedlungen im Westjordanland und das Jordantal könnten zu israelischem Staatsgebiet erklärt werden. Israel würde also annektieren, was es seit 1967 besetzt hält und damit den Status quo im Nahostkonflikt verändern. In seinem Friedensplan für den Nahen Osten gibt US-Präsident Trump grünes Licht für die Annexionspläne. Die internationale Staatengemeinschaft sieht die Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israelis und Palästinensern, so wie sie bisher gedacht war, am Ende und droht Israel mit Konsequenzen. Jordanien will im Falle einer Annexion den Friedensvertrag mit Israel aufkündigen, und die Palästinenser haben schon jetzt Abkommen mit Israel außer Kraft gesetzt. Welche Folgen hätte eine israelische Annexion für die Menschen in der Region und für die Bemühungen um eine Lösung des Nahostkonfliktes?

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Isabella Kolar Frauenpower statt Corona Neuseeland und seine Premierministerin Von Michael Frantzen "I did a little dance", so hat die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ihre persönliche Freude in Worte gefasst, als sie das Land Anfang Juni für coronafrei erklärt hat. Tatsächlich findet die 39-jährige häufig den richtigen Ton. Sei es als sensible Krisen-Managerin wie nach dem Terroranschlag von Christchurch im vergangenen Jahr, sei es auf der UN-Vollversammlung im September, wo sie ihr damals drei Monate altes Baby mitnahm. Dass es die Frau aus Hamilton bis an die Spitze der 4.8-Millionen-Einwohner-Insel gebracht hat, hat sie ihrem Talent zu verdanken. Und der Tatsache, dass Neuseeland eines der fortschrittlichsten Länder weltweit ist. Weibliche CEOs, Profi-Sportlerinnen, Polizeichefinnen: In Neuseeland selbstverständlich. Dem Land der emanzipierten Frauen.

Montag 19:00 Uhr HR1

hr1-Lounge in Concert: Vince Clark meets Carly Simon

80er-Synthie-Sound und 70er-Singer-Songwriter-Skills Moderation: Daniella Baumeister In unserer Lounge treffen einer der umtriebigsten Synthie-Pop-Pioniere der 80er und eine 70er-Singer-Songwriter-Ikone aufeinander. Wir verraten für welche deutschen Bands mit "R" Vince Clarke Remixe produzierte und wen Carly Simon in "You"re So Vain" besingt.

Montag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Leopoldpark (1/4) Von Lucas Derycke und Wederik De Backer Miniatur-Geschichte der Kolonialisierung Übersetzung aus dem Niederländischen: Angela Kuhk Komposition: Frederik De Clercq Lumana: Elvis Clausen Katrin: Ursula Werner Moise: Eric Kabongo Dalila: Melodie Wakivuamina Mutter: Rabea Wyrwich Nerviger Mann: Moritz Führmann Kind: Anna Lucia Gualano Christian: Johannes Benecke Erik: Jelle de Beule VO Mann: Michael Müller VO Frau: Kordula Leiße Sängerin: Luise Weidehaas Regie: Lucas Derycke Anschließend: WDR 3 Foyer

Montag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Das Schwarz-Weiß-Denken sitzt tief Musikerinnen über Rassismus Als Teenager wäre die US Musikerin Tracy Chapman bei einem Ausflug fast ertrunken. Weil Schwarze in den Schwimmbädern Ohios nicht zugelassen waren, konnte sie nicht schwimmen. Heute sorgen der Brexit sowie der wachsende Populismus in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent dafür, dass der Rassismus wieder zunimmt. Davon berichten internationale Musikerinnen wie Leyla McCalla, Rhiannon Giddens, Rupa Marya oder Julia Biel, aber auch Y"akoto oder Ayo aus Deutschland.

Montag 19:30 Uhr Ö1

On stage

Die Online-Bühne im Wiener Porgy Bess Das Konzertgeschehen ist zurzeit zum Erliegen gekommen, musiziert wird trotzdem: Der Wiener Jazzclub Porgy Bess unterstützt die heimische Szene im Rahmen der Reihe "The Show Must Go On(line)" mit regelmäßigen, live im Internet gestreamten Konzerten in Kleinbesetzungen. Marlene Schnedl präsentiert Highlights aus dem Programm der letzten Wochen. Gestaltung: Marlene Schnedl

Montag 20:04 Uhr WDR5

WDR 5 spezial

Lies mir was vor: "Stolz und Vorurteil" In WDR 5 Spezial "Lies mir was vor" lesen wir Klassiker der Weltliteratur - das komplette Werk, von der ersten bis zur letzten Seite. Ausgewählt für Sie haben wir auch "Stolz und Vorurteil", den vielleicht bekanntesten Roman von Jane Austen. Regina Münch aus dem WDR-Stimmwerk liest die Geschichte voller Witz und raffinierter Wendungen, die ins England des frühen 19. Jahrhunderts entführt. Wiederholung: Di 03.03 Uhr

Montag 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Alle Vögel fliegen hoch, alle Schafe fliegen hoch, alle Engel fliegen hoch Von Leonora Carrington/Ulrike Haage Mit Bernhard Schütz, Antye Greie und Ken Yamamoto Komposition und Realisation: Ulrike Haage BR 2012 Die Komponistin Ulrike Haage verwebt Erzählungen der Surrealistin Leonora Carrington mit englischen Abzählreimen und Nonsens-Gedichten von Edward Lear, einem Zeitgenossen von Lewis Carroll, in ein Hörstück. Ein Soundtrack, der Carringtons bildnerische und literarische Welt, die oft von mystischen Motiven, Tier-Menschgestalten, Fabelwesen, manchmal auch Engeln bevölkert wird, akustisch wiedererstehen lässt. Ein Soundtrack, in dem sich Harmonien und exzessive Atonalität ganz selbstverständlich durchdringen. Rhythmischer Sprechgesang, zarte Melodien, vorbeitrudelnde Akkorde und Elektronik verwandeln die überbordenden short stories in lange Songs und treiben die seltsamen Begebenheiten eines magischen Maskenballs und eines utopischen Picknicks vor sich her. Leonora Carrington (1917-2011), Malerin und Autorin. Literarische Werke u.a. "Das Haus der Angst" (1938), "Die ovale Dame" (1939), "Das Hörrohr" (1976), "Das Fest des Lamms" (Drama, 1940), "Unten" (Autobiografie, 1940), "Ein Flanellnachthemd" (Drama, 1951). Ulrike Haage, geb. 1957 in Kassel, Komponistin, Musikerin, Hörspielmacherin, lebt in Berlin. BR-Hörspiele u.a. "ding fest machen" (2003), "Pikdame" (2006), "Die Stille hinter den Worten" (2008), "alles aber anders" (2009), "True Stories" (2019)

Montag 21:05 Uhr Bayern 2

Theo.Logik

Tanz, Theologie, Transzendenz Körperbewegung als mystische Erfahrung Darf ich bitten? Woher kommt das verkrampfte Verhältnis der Kirchen zum Tanz. Von Simon Berninger Ur-Gewalt Tanz. Potential, Protest, Empowerment oder Politikum? Von Barbara Schneider Ballett als Streben nach himmlischer Perfektion. Zwischen mystischer Erfahrung und monastischer Askese. Von Anna Giordano Heilender Tanz. Wie Bewegung Seele und Körper ins Gleichgewicht bringt. Von Kristina Dumas Moderation: Friederike Weede Manchmal ist Tanz leichter zu verstehen als theologische Sprache. Wenn wir etwas ausdrücken, etwas sagen wollen - müssen wir nicht unbedingt darüber reden. Wir können es auch tanzen. In der Kirche in Deutschland ist die Sprache unseres Körpers heute nahezu vergessen. Wie kommt das? Und woher kommt das verkrampfte Verhältnis der deutschen Protestanten und Katholiken zum Tanz? Wer sich aufs Tanzen einlässt, für den kann es aber zu einer mystischen Erfahrung werden. Wie zum Beispiel für den Balletttänzer, der nach himmlischer Perfektion strebt. Im besten Fall erlebt auch das Publikum beim Zuschauen Momente, in denen sich Himmel und Erde treffen. Tanz kann auch heilen. Durch Bewegung werden Körper und Seele in Einklang gebracht. Und Tanz kann etwas in Bewegung bringen. Wenn sich Körper - befeuert von Rhythmen - gemeinsam bewegen, dann wird eine unglaubliche Energie freigesetzt, die Protestbewegungen genauso wie Religionsgemeinschaften für ihre Überzeugungen nutzen.

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Was ich hätte sagen sollen

Ein schlagfertiges Hörspiel im Nachhinein Von Dunja Arnaszus (Ursendung) Was ist eigentlich das Gegenteil von Liebe auf den ersten Blick? Wahrscheinlich Verlassenwerden ohne Vorwarnung. Das haut auch rein und man kann immer nur an den Einen denken. So jedenfalls ergeht es Asta Schultheiß, Musiklehrerin, circa 40, drei Kinder. Aber die hat Erol ja auch mitgenommen. Außerdem den Hund und das Wohnmobil und so ziemlich alle Möbel. Nur die Probleme bleiben bei ihr, denn die große Wohnung zahlt sie jetzt alleine und der Kindesunterhalt kommt noch dazu. Während sie durch leere Zimmer irrt, konzentrieren sich ihre zwanghaft wiederkehrenden Gedanken darauf, was sie hätte sagen sollen, damit alles wieder gut geworden wäre. Sicher hätte es doch etwas Treffenderes, Schlagfertigeres, Wehrhafteres, Intelligenteres oder auch Liebenswerteres geben müssen als "Äh", "Ach so" und "Na dann, tschüss". Bis ihr da eine passende Antwort einfällt, organisiert Asta erst mal ihr neues Leben: Auf dem Weg aus der unverhofften eingetretenen Einsamkeit sucht sie passende Untermieter, lernt Rezepte kennen für Sachen, die zu Pommes passen, und zur Entspannung macht sie einige eher unwahrscheinliche Yogaübungen. Dunja Arnaszus, geboren 1970 in Göttingen. Nach der Schule konnte sie sich nicht entscheiden, ob sie lieber eine berühmte Strafverteidigern oder eine glitzernde Zirkusartistin werden wollte, also wurde sie beides nicht. Dafür kann sie nach dem halben Studium jetzt ganz gut Juristisch und erinnert sich nach der Zirkusschule noch immer daran, wie man am Trapez einen Half Angel Drop macht, ohne in die Tiefe zu stürzen. Sie lebte einige Jahre in Frankreich (surfen und essen) und England (klettern und nicht essen). Zwischendurch war sie Dramaturgin an der Volksbühne in Berlin. Heute lebt sie in Hamburg als Schauspielerin, Autorin und Dozentin. Hörspiele (Auswahl): "Wir fallen nicht" (DLF 2013) "Die letzte Schlacht" (NDR 2011), "Die Nächsten Besten", "Zeppelini", (DLF/RBB 2008); "Nebeneinander Gehen" (DLF 2011), "Der Richtige" (MDR 2016), "Efeu" (MDR 2018) sowie "Außergewöhnliche Belastung" (WDR/DLF 2019). Regie: Dunja Arnaszus Produktion: MDR 2020 MDR KULTUR - Hörspiel

Montag 22:03 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Essay

Roh. Von der Sehnsucht nach Echtheit Von Barbara Kaufmann Der Erfolg der Zeitschrift Landlust, der Wunsch, ein Haus im Grünen zu bewohnen, und sei"s nur am Wochenende, der Vormarsch der Rohkost, das Gangstermäßige des Hip-Hop, politische Bewegungen wie die "AfD": All dies sind Phänomene eines gesellschaftlichen Wandels hin zum "Echten", "Wahren", "Authentischen". Schluss mit dem Filigranen, dem Verzärtelten, dem politisch Korrekten - her mit dem Rohen, dem Unbehauenen! Aber was ist daran eigentlich "echt"? (Produktion 2019)

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Kismet Von Jakob Arjouni Bearbeitung und Regie: Leonard Koppelmann Mit: Seyfi Ölmez, Wolfgang Maria Bauer, Ricardo Camillo, Frieder Stöckle, Walter Renneisen, Heinrich Giskes, Elmar Roloff, Patrick Heppt, Stefan Wang, Zvonimir Ankovic, Hedi Kriegeskotte, Stela Prislin, Bernd Gnann Komposition: Benjamin Kratz, Ebony Prince Ton und Technik: Rolf Knapp, Claudia Peycke Produktion: SWR / WDR 2002 Länge: 54"49 Eigentlich sollte Privatdetektiv Kayankaya die Schutzgelderpresser nur vertreiben. Als sie tot vor ihm liegen, hat er ein Problem: Die weiß gepuderten Toten gehörten einer Mafia an, deren Chef niemand kennt. Eigentlich wollen der Privatdetektiv Kemal Kayankaya und sein alter Freund Slibulsky dem Gastwirt Romario nur die Schutzgelderpresser vom Hals schaffen. Doch der Einsatz gerät zur Slapstick-Nummer mit desaströsem Ausgang: Zwei Leichen liegen in Romarios Restaurant. Die merkwürdig weiß gepuderten Toten lassen Kayankaya keine Ruhe, und er macht sich auf die Suche nach ihrer Identität - bis er selbst gesucht wird. Von einer Mafia, von der niemand weiß, woher sie kommt und wer ihr Chef ist. Und dann bekommt Kayankaya noch einen richtigen Auftrag. Allerdings ist seine Klientin eine junge Frau, die ihm enorm auf die Nerven geht, die man aber besser nicht aus den Augen lässt. Jakob Arjouni (1964-2013) veröffentlichte zahlreiche Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Mit seinem ersten Kayankaya-Roman "Happy Birthday Türke" (1985), von Doris Dörrie 1991 verfilmt, gelang ihm der Durchbruch. 1992 erhielt er den Deutschen Krimi-Preis für "Ein Mann, ein Mord" (Hörspielbearbeitung SWF 1991). Seine Bücher sind in 23 Sprachen erschienen. 2010 produzierte Deutschlandradio das Hörspiel "Der heilige Eddy" nach Arjounis gleichnamigen Roman. Weitere Hörspielbearbeitungen u.a. "Mehr Bier" (SWF 1989) sowie "Bruder Kemal" (NDR 2013). Kismet

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